Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an Methoden, um ins Internet zu kommen. 5G, DSL, Satellit, Kabel, die Zahl der Methoden ist schier endlos. Was aber unterscheidet diese, und welcher Internetanschluss ist für euch der richtige?
Schneller, immer schneller!
Ganz am Anfang der kommerziellen Nutzung des Internets war der Zugang nur über Modems möglich. Diese kleinen Kästen nutzten die Telefonleitung und übertrugen darüber die Daten. Oft auch um den Preis, dass die Telefonleitung bei einer längeren Surfsession dauerbesetzt war. Die Geschwindigkeit allerdings war nicht für größere Datenübertragungen geeignet. Maximal konnten 56 Kbit pro Sekunde übertragen werden.
Heute werden fast ausschließlich sogenannte Breitbandverbindungen verwendet. Dazu gibt es keine eindeutige Grenze, ab welcher Geschwindigkeit man von einer Breitbandverbindung spricht, die deutlich höhere Geschwindigkeit findet aber alleine darin Ausdruck, dass sie in Mbit pro Sekunde gemessen wird (statt in KBit).
Welcher Internetanschluss kann was?
Damit die Daten aus dem Internet zu eurem Router und euren Geräten kommen, benötigt ihr eine physische Verbindung, die in den meisten Fällen ein Kabel verwendet. Hier gibt es verschiedene Technologien:
Kupfer: Die verbreitetste Verbindung zum Internet ist die DSL-Verbindung. Diese kann bis zu einer Geschwindigkeit von bis 250Mbit/s (die Angaben betreffen immer den Download, also die Empfangsgeschwindigkeit, die Upload-Geschwindigkeit beträgt meist nur ca. 15 Prozent der Uploadgeschwindigkeit).
Glasfaser: Kupferkabel haben den Nachteil, dass sie mit zunehmender Länge der Leitung auf dem Weg zu eurem Haus immer langsamer werden. Glasfaser nutzt statt des Kupferkabels Lichtwellenleiter, die Daten werden also verlustfrei über Lichtsignale statt über elektrische Impulse im Kupferkabel übertragen. Eine Glasfaserverbindung kann mit bis zu einem Gbit/s (und damit dem Vierfachen der schnellsten DSL-Verbindung) Daten herunterladen, der Upload kann bis zu 250 Mbit/s schnell sein.
Kabel: Eine Kabelverbindung – nicht zu verwechseln mit dem Kupferkabel einer DSL-Verbindung – ist mit 1Gbit/s vergleichbar schnell zu Glasfaser. Allerdings ist der Upload auf 50Mbit/s beschränkt und damit auf dem Niveau einer DSL-Verbindung. Kabelinternet wird meist in Verbindung mit Kabelfernsehen angeboten, ist also nicht von allen Anbietern verfügbar.
Die folgenden beiden Verbindungs-Methoden benötigen keine Kabelverbindung bis zu eurem Router und sind damit für die Nutzung unterwegs oder in ländlichen Gegenden, in denen keine stabile „normale“ Internetverbindung verfügbar ist, geeignet.
5G: Der Zugang ins Internet über eine Mobilfunkverbindung ist schon länger möglich, aber erst mit 4G/LTE und dem heute zum Standard gehörenden 5G ist sie wirklich konkurrenzfähig und hat vergleichbare Datenraten wie eine kabelgebundene Datenverbindung. 5G kann Daten mit bis zu einem Gbit/s übertragen bewegt sich im optimalen Fall also auf dem Niveau einer Glasfaser- oder Kabelverbindung
Satellit: Was tun, wenn ihr euch auf dem platten Land befindet oder auf See, wo keine Kabel liegen und der Mobilfunkempfang schlecht oder nicht vorhanden ist? Dann ist das Internet über Satelliten eine Alternative: Die Daten werden von eurem Modem über einen Satelliten an einen Webserver übertragen, der die Daten weitergibt und auf demselben Weg zurück gibt. Bei einem Upload könnt ihr mit 150Mbit/s die Geschwindigkeit einer mittleren DSL-Verbindung erreichen. Der Upload allerdings ist deutlich langsamer als bei den meisten anderen Verbindungen.
Elon Musks Starlink ist ein wenig schneller, weil sich die verwendeten Satelliten in einer niedrigeren Umlaufbahn bewegen und damit die von den Daten zurückzulegenden Strecken kürzer sind.