NEST-Geräte: Zwangsumzug zu Google

24.03.2025
von Andreas Erle

Wer Smarthome-Komponenten verwendet, der kommt an den Kameras und CO2-Meldern von NEST kaum vorbei. Auch nach der Übernahme durch Google war das kein Problem, jetzt aber zwingt Google die Nest-Anwender zum Umzug in den eigenen Dienst. Wie das ohne Datenverlust geht, zeigen wir euch in diesem Artikel.

Voraussetzungen für die Migration

Bisher war es noch so, dass ihr frei entscheiden konntet, mit euren Geräten bei Nest zu bleiben. Die eine oder andere Meldung, dass ihr ja migrieren könntet, war leicht ignorierbar. Anfang 2025 aber wurde aus der Möglichkeit ein Ultimatum: Mitte 2025 ist Schluss, dann müsst ihr zu Google wechseln. Dafür gibt es die eine oder andere Voraussetzung.

  • Ihr braucht einen Google-Account, wenn ihr noch keinen besitzt, dann legt diesen hier an.
  • Ihr könnt ohne Probleme den Account nehmen, den ihr beispielsweise auch für die Nutzung der Google-Dienste verwendet. Allerdings gibt es eine Einschränkung: Ihr dürft noch nicht versucht haben, den Account mit NEST zu nutzen, sonst bekommt ihr eine Fehlermeldung.
  • Ist das der Fall, dann ist die Lösung ganz einfach: Legt einen neuen, frischen Google-Account an!
  • Keinesfalls solltet ihr den Anweisungen folgen, denn die lassen euch alle Geräte in eurem NEST-Konto manuell im Google-Account neu anlegen. Ein Riesenaufwand, der nicht nötig ist!
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Durchführen der Migration

Wenn ihr die Migration erfolgreich durchführt, dann findet ihr nach kurzer Zeit alle Geräte in allen angelegten Zuhause-Zonen genau so vor wie in Nest. Ihr müsst nur wenige Schritte durchführen:

  • Startet die NEST-App auf eurem Smartphone oder Tablet. Die verwendet ihr weiterhin!
  • Tippt auf das Zahnrad, dann auf Migration zu einem Google-Konto.
  • Meldet euch mit eurem (neuen) Google-Konto an, dann fragt die App erst einmal die Datenschutzhinweise ab und dann, ob ihr wirklich migrieren wollt. Am Ende bleibt euch nichts anderes übrig, also bestätigt dies.
  • Erteilt NEST die geforderten Rechte auf euer Google-Konto und akzeptiert dann die Nutzungsbedingungen.
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Die Migration dauert einige Minuten, abhängig davon, wie viele Geräte und wie viele unterschiedliche Zuhause-Zonen ihr definiert habt. Nach Abschluss der Migration seht ihr keinen Unterschied in der App.

Ihr werdet aufgefordert werden, Eure Abos anzupassen. Wer noch ein Nest-Aware-Abo der ersten Generation hat, der sollte genau vergleichen: Die alten Abos sind oft deutlich günstiger als die neuen! Um die Abos zu ändern, müsst ihr euch über nest.com anmelden, das geht nicht über die App!